
Chana Orloff: Krieg und Frieden
- Ateliers-Museen Chana Orloff, Paris
8 März - 28 Juni 2026
Ab10,00 €

Die Ausstellung In der Seine: Fundstücke von der Vorgeschichte bis heute, die derzeit in der Archäologischen Krypta der Île de la Cité beheimatet ist, bietet eine tiefgreifende kuratorische Auseinandersetzung mit der Identität von Paris durch seine aquatische Lebensader. Durch die Präsentation von 150 aus dem Flussbett geborgenen Artefakten geht die Schau über die traditionelle Archäologie hinaus und präsentiert die Seine als ein lebendiges Archiv sowie als stummen Zeugen der städtischen Evolution. Das kuratorische Thema konzentriert sich auf die innige, beständige Beziehung zwischen der menschlichen Zivilisation und dem Fluss, wobei das Wasser als Hort des Alltäglichen wie auch des Sakralen gerahmt wird.
Über Jahrtausende hinweg beleuchtet die Ausstellung die historische Bedeutung der Seine – von den frühesten menschlichen Siedlungen bis zum industriellen Zeitalter. Besucher begegnen Neandertaler-Feuersteinwerkzeugen aus Clichy-la-Garenne, die zu den ältesten Lebensspuren im Pariser Becken zählen, sowie gallo-römischen Steinfiguren aus dem Heiligtum der Sequana, der Göttin des Flusses. Der Übergang ins Mittelalter wird durch die Präsenz von Waffen aus der Bronzezeit und Votivgaben markiert, darunter die kuriosen Figuren aus Bleilegierung, bekannt als chevaliers, die als Glaubenszeichen von Rittern des 14. Jahrhunderts gelten. Diese Stücke unterstreichen die Rolle des Flusses als Ort ritueller und spiritueller Deponierungen über verschiedene Glaubensrichtungen und Epochen hinweg.
Die emotionale Resonanz der Präsentation liegt in ihrer Fähigkeit, die ferne Vergangenheit durch verlorene oder weggeworfene Fragmente des täglichen Lebens zu vermenschlichen. Von einem Mascaron des Pont Neuf aus dem 16. Jahrhundert bis hin zu bescheidenen Pilgerzeichen und Hausmüll evozieren die Objekte ein Gefühl geteilter Kontinuität. Es liegt eine eindringliche Schönheit darin, rituelle Deponierungen von Schwertern und Streitäxten neben architektonischen Fragmenten zu sehen, was verdeutlicht, wie der Fluss die Triumphe, Kämpfe und Transformationen der Stadt in sich aufgenommen hat. Dieser Dialog zwischen den Artefakten und den antiken Fundamenten der Krypta selbst erzeugt eine kraftvolle Atmosphäre der Immersion und erinnert uns daran, dass die Geschichte von Paris untrennbar mit den Strömungen der Seine verbunden ist.
Steigen Sie unter den Vorplatz der Kathedrale Notre-Dame hinab und entdecken Sie in der archäologischen Krypta der Île de la Cité die antiken römischen und mittelalterlichen Fundamente von Paris. Dieses unterirdische Museum bietet eine faszinierende Reise durch zwei Jahrtausende Stadtgeschichte und zeigt bemerkenswert gut erhaltene Überreste aus dem historischen Herzen der Stadt.
Die Einrichtung ist am 1. Januar, 1. Mai und 25. Dezember geschlossen, mit außergewöhnlichen Schließungen am 13. Juni und 14. Juni 2026.
Zu den Öffnungen an Feiertagen gehören Christi Himmelfahrt, Ostern, der 8. Mai, der 14. Juli, der 15. August, der 1. November und der 11. November.
Der Eintritt ist für alle Besucher unter 18 Jahren und für EU-Bürger unter 26 Jahren kostenlos.
Verborgen unter dem historischen Parvis Notre-Dame im 4. Arrondissement liegt Die archäologische Krypta der Île de la Cité direkt im Herzen von Paris und ist über das umfangreiche Verkehrsnetz der Stadt hervorragend erreichbar. Besucher können diesen unterirdischen Schatz von beiden Ufern der Seine aus leicht erreichen, da er von einigen der am besten angebundenen Verkehrsknotenpunkte der Hauptstadt umgeben ist.
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