
In der Seine
- Die archäologische Krypta der Île de la Cité, Paris
10 März - 28 Juni 2026
Ab11,00 €

Die Ausstellung Erkundungen: Eine Angelegenheit des Staates? im Musée de l'Armée bietet eine tiefgründige Untersuchung von drei Jahrhunderten französischer Expeditionen und positioniert diese als strategischen Knotenpunkt, an dem Wissenschaft, Macht und militärischer Ehrgeiz aufeinandertreffen. Kuratiert von Experten wie Oberstleutnant Philippe Guyot und Lucie Moriceau-Chastagner, beginnt die Erzählung im Gefolge des Siebenjährigen Krieges – einem entscheidenden Moment, in dem die französische Monarchie weitreichende globale Expeditionen nutzte, um internationale Rivalitäten zu steuern und ihre Stellung zu bekräftigen. Durch das Nachzeichnen dieser Entwicklung von 1763 bis heute verdeutlicht die Kuration, wie das Streben nach Wissen untrennbar mit dem Streben nach nationaler Souveränität und der Ausweitung territorialen Einflusses verbunden ist.
Die Reise entfaltet sich durch ein reiches Geflecht aus Archiven, wissenschaftlichen Instrumenten und technischen Objekten, welche die Entwicklung der französischen Beweggründe über verschiedene Epochen hinweg dokumentieren. Das 18. Jahrhundert ist von einem intellektuellen und expansionistischen Antrieb geprägt, während sich der Fokus im 19. Jahrhundert auf wissenschaftliche Missionen und das komplexe, oft kontroverse Erbe territorialer Eroberungen verlagert. Die Besucher sind eingeladen, den Nachkriegswettlauf ins All und die Erforschung der Meerestiefen zu erleben, die als entscheidende Instrumente dienten, um die französische Macht in einer sich schnell verändernden Welt zu festigen. Diese historische Bedeutung wird durch eine vielfältige Sammlung von Kunstwerken und Originalzeugnissen untermauert, die abstrakte Staatsstrategien in greifbare menschliche Erfahrungen verwandeln.
In der Gegenwart richtet die Ausstellung ihren Blick auf den Abgrund, die Polargebiete und das digitale Universum und thematisiert damit die drängenden geopolitischen und ökologischen Fragen unserer Zeit. Die emotionale Resonanz der Schau liegt in der Darstellung der menschlichen Herausforderungen, denen sich Entdecker gegenübersehen – von den Seefahrern des 18. Jahrhunderts bis hin zu modernen Astronauten und Datenanalysten. Diese Figuren werden als „Auge und Arm des Staates“ präsentiert, die an den äußersten Grenzen des bekannten Terrains agieren. Durch die Gegenüberstellung der Entdeckung der Welt mit modernen Risiken wie Klimakrisen und globalen Konflikten regt die Ausstellung zu einer wesentlichen Reflexion über die dauerhafte Beziehung zwischen wissenschaftlicher Entdeckung und globaler Strategie an.
Erleben Sie Frankreichs bewegte Militärgeschichte im Musée de l'Armée und das Grab von Napoleon, wo Sie im Pariser Hôtel National des Invalides erstklassige Ausstellungen historischer Waffen und das vergoldete Grabmal Napoleons erwarten. Dieses kulturelle Highlight bietet eine faszinierende Zeitreise vom Mittelalter bis zum Erbe des französischen Kaiserreichs.
Das Museum ist jährlich am 1. Januar, 1. Mai und 25. Dezember geschlossen.
An jedem ersten Freitag im Monat bietet das Musée de l'Armée und das Grab von Napoleon Abendöffnungen von 18:00 Uhr bis 22:00 Uhr an.
Besucher genießen am 14. Juli anlässlich des französischen Nationalfeiertags freien Eintritt in das gesamte Museum.
Das Musée de l'Armée und das Grab von Napoleon befinden sich im Herzen des 7. Arrondissements im prachtvollen Hôtel National des Invalides, nur einen kurzen und malerischen Spaziergang vom Ufer der Seine entfernt. Dieser historische Komplex ist hervorragend angebunden und bietet Besuchern eine Vielzahl von nahtlosen öffentlichen Verkehrsverbindungen aus der ganzen Stadt.
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