
In der Seine
- Die archäologische Krypta der Île de la Cité, Paris
10 März - 28 Juni 2026
Ab11,00 €

Die Allgemeine Ausstellung in der neuen Fondation Cartier pour l'art contemporain markiert einen historischen Meilenstein und wird als Eröffnungspräsentation an ihrem monumentalen Standort am 2 Place du Palais-Royal eingeweiht. Diese ambitionierte Ausstellung zeichnet vierzig Jahre internationales zeitgenössisches Schaffen anhand von fast 600 Werken von mehr als 100 Künstlern nach. Die als „alternative Enzyklopädie“ der reichen Geschichte der Institution kuratierte Schau ist in vier thematische Säulen unterteilt: Machines d’architecture, Être nature, Making Things und Un monde réel. Durch den Einzug in dieses neu konzipierte Haussmann-Gebäude aus dem 19. Jahrhundert – ursprünglich für die Exposition Universelle von 1855 errichtet – schlägt die Fondation eine Brücke zwischen ihrer geschichtsträchtigen Vergangenheit als Förderin der Avantgarde und ihrer Zukunft als dynamisches urbanes Kulturzentrum.
Die kuratorische Vision nutzt die radikalen mobilen Plattformen des Gebäudes, die vom Architekten Jean Nouvel entworfen wurden, um eine fließende, sich ständig verändernde Umgebung zu schaffen. Diese Modularität ermöglicht einen beispiellosen Dialog zwischen legendären Künstlern wie James Turrell, Sarah Sze und Ron Mueck, deren monumentale Skulpturen in den transparenten, lichtdurchfluteten Volumina des Raums neues Leben gewinnen. Schlüsselwerke von Claudia Andujar, David Lynch und Chéri Samba werden neben Fragmenten früherer wegweisender Ausstellungen präsentiert, was das Engagement der Fondation unterstreicht, Grenzen zwischen bildender Kunst, Wissenschaft und Philosophie abzubauen. Die vom Studio Formafantasma entworfene Szenografie verstärkt dies zusätzlich, indem sie auf die Präsentationssysteme der „Konsumpaläste“ des 19. Jahrhunderts Bezug nimmt und den Akt des Betrachtens in eine experimentelle soziale Begegnung verwandelt.
Über die technische und historische Breite hinaus besitzt die Ausstellung eine tiefgreifende emotionale Resonanz und lädt die Besucher ein, über die großen Themen unserer Ära nachzudenken, von bedrohten Ökosystemen bis hin zur Schnittstelle von Technologie und Fiktion. Die Einbeziehung von Live-Performances und Spoken-Word-Events in den Galerien stellt sicher, dass die Sammlung ein lebendiger Organismus bleibt und kein statisches Archiv ist. Durch die Ausdehnung in die Stadt über die Galerie Valois und den umliegenden Place du Palais-Royal macht die Allgemeine Ausstellung das Herz von Paris effektiv zu einem Ort kollektiven Schaffens. Sie ist ein kraftvolles Manifest für das Museum des 21. Jahrhunderts – eines, das für seine Umgebung durchlässig, tief kontextualistisch und der Demokratisierung des multidisziplinären Dialogs gewidmet ist.
Die im markanten Glasbau von Jean Nouvel beheimatete Fondation Cartier pour l'Art Contemporain in Paris präsentiert erstklassige Ausstellungen zeitgenössischer Kunst und exklusive Künstleraufträge. Dieses kulturelle Wahrzeichen bietet inmitten einer der ikonischsten Architekturen der Stadt einen sich ständig wandelnden Einblick in die globale Kreativität.
Die Fondation Cartier pour l'Art Contemporain ist am 1. Januar, 1. Mai und 25. Dezember geschlossen.
Am 24. Dezember und 31. Dezember schließt die Fondation vorzeitig um 18:00 Uhr.
Am Wochenende der feierlichen Eröffnung am 25. Oktober und 26. Oktober war der Eintritt kostenlos.
Die Fondation Cartier pour l'Art Contemporain befindet sich im 1. Arrondissement gegenüber dem Louvre und ist ein Eckpfeiler der Pariser Kultur, der mit verschiedenen Verkehrsnetzen leicht zu erreichen ist. Die zentrale Lage am 2 Place du Palais-Royal macht sie zu einem der am besten zugänglichen Kunsträume im Herzen der Stadt.
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