Italienische Kohlezeichnung aus dem 17. Jahrhundert auf altem Papier in der Ausstellung Zeichnungen aus dem Seicento.

Zeichnungen aus dem Seicento: Italien im 17. Jahrhundert, basierend auf den Sammlungen des Musée Condé

  • Château de Chantilly, Chantilly
7 März - 14 Juni 2026

Erleben Sie die beispiellose Meisterschaft italienischer Zeichenkunst des 17. Jahrhunderts, wenn das vor den Toren von Paris gelegene Schloss Chantilly erstmals die renommierte grafische Sammlung des Musée Condé in ihrer Gesamtheit enthüllt. Diese wegweisende Ausstellung präsentiert seltene Werke von Barock-Titanen wie Guercino und den Carracci und bietet einen definitiven Einblick in die Bravour und Sensibilität, die das Seicento prägten.

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Die Ausstellung Zeichnungen aus dem Seicento: Italien im 17. Jahrhundert, basierend auf den Sammlungen des Musée Condé im Château de Chantilly bietet eine seltene und anspruchsvolle Reise in das Herz des italienischen Barock. Kuratiert von Ulysse Jardat, präsentiert diese ambitionierte Schau zum ersten Mal den gesamten Bestand des italienischen Grafikfonds des Musée Condé aus dem 17. Jahrhundert. Die kuratorische Erzählung erstreckt sich über fünf thematische Räume im Cabinet d’arts graphiques und gliedert mehr als fünfzig Werke in eine geografische Erkundung der bedeutendsten künstlerischen Zentren Italiens. Von den norditalienischen Schulen in Bologna und Florenz bis hin zu den kreativen Zentren Rom und Neapel beleuchtet die Ausstellung die außergewöhnliche Vielfalt eines Jahrhunderts, das gleichermaßen von strengem Klassizismus und überschwänglicher Dramatik geprägt war.

Im Zentrum dieser Präsentation stehen die Werke unbestrittener Meister wie Federico Barocci, dessen Studie für die Kreuzabnahme von Perugia die Brücke zwischen dem Manierismus und dem beginnenden Barock veranschaulicht. Die Ausstellung rückt zudem die Brillanz von Guercino, Domenichino und der Familie Carracci in den Fokus, deren Zeichnungen die für die italienische Kunst des 17. Jahrhunderts essenzielle technische Meisterschaft und „Bravura“ offenbaren. Ein besonderer Höhepunkt ist die Konzentration auf Giovanni Baglione, den legendären Rivalen Caravaggios, dessen Präsenz die intensive Wettbewerbsenergie der römischen Kunstszene unterstreicht. Durch eine sorgfältige Auswahl zeigt die Kuratierung auf, dass diese Künstler Papier nicht nur zur Vorbereitung, sondern als Raum für tiefgreifende emotionale und stilistische Experimente nutzten.

Über ihren ästhetischen Reiz hinaus besitzt die Ausstellung Zeichnungen aus dem Seicento: Italien im 17. Jahrhundert, basierend auf den Sammlungen des Musée Condé immense historische Bedeutung durch ihren Fokus auf jüngste Neuzuschreibungen und das „Auge des Sammlers“. Viele Werke, die zuvor der französischen oder flämischen Schule zugeordnet waren, konnten durch die Entdeckung verborgener Wasserzeichen und Inschriften korrekt als italienisch identifiziert werden. Durch die Zusammenführung der Kernsammlung des Duc d'Aumale mit prestigeträchtigen Leihgaben aus dem Louvre, der Fondation Custodia und Privatsammlungen rekonstruiert die Schau bedeutende Dekorationszyklen und rückt historische Kenner wie Pierre-Jean Mariette ins Rampenlicht. Diese wissenschaftliche Aufarbeitung verwandelt die Galerie in ein lebendiges Archiv, das die Provenienz und die wechselnden Identitäten dieser Meisterwerke über Jahrhunderte hinweg nachzeichnet.

Die emotionale Resonanz der Schau liegt in der Intimität des Mediums selbst. Die Besucher sind eingeladen, die ersten Gedanken eines Genies durch flüchtige Federstriche und den leuchtenden Auftrag von weißer Kreide oder Lavierung mitzuerleben. Sei es die viszerale Intensität der Martyriumsszenen von Jusepe de Ribera oder das heitere, harmonische Gleichgewicht des bolognesischen Klassizismus – die Ausstellung fängt das gesamte Spektrum menschlicher Erfahrung ein. Der Dialog zwischen diesen grafischen Arbeiten und den großformatigen Gemälden in der nahegelegenen Galerie de Peinture ermöglicht ein tieferes Verständnis des kreativen Prozesses und macht diese „italienische Saison“ in Chantilly zu einer bewegenden Hommage an die unvergängliche Kraft der italienischen Zeichenkunst.

Highlights

  • Bewundern Sie fast vierzig seltene italienische Zeichnungen und Stiche aus dem 17. Jahrhundert von renommierten Meistern wie Barocci und Guercino.
  • Erkunden Sie die prestigeträchtige Sammlung des Musée Condé, die zum allerersten Mal in ihrer Gesamtheit präsentiert wird.
  • Entdecken Sie meisterhafte Zeichenkunst und Sensibilität in Werken der Familie Carracci und von Dominichino.
  • Untersuchen Sie faszinierende Charakterstudien und lebendige Szenen in den Frühwerken des römischen Künstlers Giovanni Baglione.
  • Erleben Sie den künstlerischen Übergang vom späten Manierismus zum bolonesischen und römischen Klassizismus durch eine sorgfältig kuratierte Auswahl.
  • Beobachten Sie die beeindruckende technische Bravour in den grafischen Werken von Guerchin und Stefano della Bella.

Häufig gestellte Fragen zu Zeichnungen aus dem Seicento: Italien im 17. Jahrhundert, basierend auf den Sammlungen des Musée Condé

Ja, der Zugang zu dieser Sonderausstellung ist in der Regel im Standard-'Tagesticket' enthalten, das den Eintritt in das Schloss, die Großen Ställe und den Park ermöglicht.
Besucher verbringen normalerweise etwa 45 Minuten bis 1 Stunde damit, die seltenen Zeichnungen und Gravuren in dieser speziellen Sammlung zu erkunden.
Fotografieren für den persönlichen Gebrauch ist generell ohne Blitz gestattet, aber die Verwendung von Stativen oder professioneller Ausrüstung ist untersagt, um die empfindlichen Kunstwerke aus dem 17. Jahrhundert zu schützen.
Ja, das Château de Chantilly und die Galerien des Musée Condé, in denen die Ausstellung untergebracht ist, sind für Menschen mit Behinderungen und Rollstuhlfahrer zugänglich.
Die Ausstellung 'Zeichnungen aus dem Seicento: Italien im 17. Jahrhundert, basierend auf den Sammlungen des Musée Condé' findet im Musée Condé statt, das sich im Inneren des Château de Chantilly befindet.
Nein, die Ausstellung ist für alle Altersgruppen offen, wird jedoch besonders denjenigen empfohlen, die an schöner Kunst und italienischer Geschichte interessiert sind.

Château de Chantilly

  • Chantilly

Nur wenige Kilometer von Paris entfernt bietet das Château de Chantilly mit den Meisterwerken des Musée Condé und einer legendären Bibliothek voller kostbarer Handschriften einen opulenten Einblick in das fürstliche Leben. Dieses architektonische Juwel beherbergt zudem eine weltberühmte Gemäldesammlung, die Kunstliebhaber aus aller Welt begeistert.

Öffnungszeiten

Öffnungszeiten

  • Das Château de Chantilly ist in der Hochsaison von 10:00 bis 18:00 Uhr und in der Nebensaison von 10:30 bis 17:00 Uhr geöffnet.
  • Das Anwesen bleibt dienstags sowie während der jährlichen Schließung im Januar geschlossen.
  • Der letzte Einlass auf das Gelände ist bis eine Stunde vor der geplanten Schließzeit möglich.

Besondere Tage

Das Anwesen bleibt jeden Dienstag geschlossen und hat geplante jährliche Schließungen vom 5. bis 23. Januar 2026 sowie am 13. September 2026.

Feiertage wie der 1. Mai, der 8. Mai und Christi Himmelfahrt sind für Besucher geöffnet, und der Eintritt ist für Kinder unter 7 Jahren immer kostenlos.

Wie Sie dorthin gelangen

Das im üppigen Tal der Nonette, direkt nördlich der Hauptstadt gelegene Château de Chantilly bietet eine fürstliche Auszeit in bequemer Reichweite der wichtigsten Knotenpunkte der Stadt. Dieses historische Anwesen ist über das effiziente französische Schienennetz bemerkenswert gut erreichbar, was es zu einem beliebten Tagesausflug für diejenigen macht, die eine Mischung aus Kunst und Reitererbe suchen.

  • Zug: Nehmen Sie einen TER (Regionalexpress) von Paris Gare du Nord zum Bahnhof Chantilly-Gouvieux. Dies ist die schnellste Option mit einer Fahrzeit von etwa 25 Minuten.
  • RER: Nutzen Sie die RER-Linie D in Richtung Creil und steigen Sie am Bahnhof Chantilly-Gouvieux aus; diese Verbindung ist zwar häufiger, dauert aber vom Zentrum von Paris aus in der Regel etwa 45 Minuten.
  • Bus: Vom Bahnhof Chantilly-Gouvieux aus erreichen Sie das Schloss mit dem kostenlosen DUC-Bus (Desserte Urbaine Cantilienne) oder dem Bus 645 in Richtung Senlis. Beide halten an den Stationen Château oder Notre-Dame.
Wegbeschreibung
Seltene Manuskripte und Einbände in der Cabinet des Livres bei Restaurierte Schätze: Eine Hommage an bibliophile Gönner.
Nahaufnahme von Titien: Ecce Homo mit dem dornengekrönten Christus im Schloss Chantilly.
Zwei Giotto-Tafelbilder aus dem 14. Jahrhundert im prunkvollen Cabinet du Giotto im Schloss Chantilly.